Gründung und Ziele des DHPA e. V.
Der Deutsche Hochschulverband Physician Assistant e. V. (DHPA e. V.) wurde am 2. März 2018 in Hamburg als Zusammenschluss von Hochschulen und Berufsakademien gegründet. Ziel des Verbands ist es, die Interessen des noch jungen Berufsbildes Physician Assistant in Öffentlichkeit und Gesundheitswesen zu vertreten. Darüber hinaus setzt sich der DHPA e. V. dafür ein, die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Physician Assistants in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Der Verein fördert den fachlichen Austausch der Hochschulen und Berufsakademien untereinander und bietet Information und Beratung von Politik, Verbänden und Öffentlichkeit.
Physician Assistant – Ein wachsender akademischer Gesundheitsberuf
Vor 20 Jahren wurde in Deutschland der erste Studiengang zur akademischen Ausbildung von Physician Assistants angeboten. Seit den Anfängen hat sich das Berufsbild dynamisch weiterentwickelt, sodass Physician Assistants heute als qualifizierte Mitglieder interprofessioneller Behandlungsteams das ärztliche Personal in der klinischen Praxis unterstützen und dazu beitragen, Versorgungsabläufe zu verbessern und eine hochwertige Patientenbetreuung sicherzustellen. Physician Assistants werden in medizinischen Einrichtungen des stationären sowie des ambulanten Sektors zunehmend nachgefragt und sind mittlerweile für die Patientenversorgung in Deutschland unverzichtbar.
Vielfältige Studienangebote und Synergien der Hochschulen
Die im Deutsche Hochschulverband Physician Assistant e. V. zusammengeschlossenen Hochschulen und Berufsakademien bieten Studiengänge zum Physician Assistant, Arzt Assistenten oder zum Medizinischen Assistenten Chirurgie in unterschiedlichen Studienmodellen an. Uns ist es wichtig, diese Vielfalt zu leben und zu vertreten, die Synergien aller Hochschulen zu bündeln und das Berufsbild bundesweit zu vertreten.
Meilensteine
Wichtige Meilensteine des DHPA e. V.
Seit 2018 gestaltet der DHPA die akademische Entwicklung des Physician Assistant-Berufsbildes in Deutschland aktiv mit. Was mit dem Anspruch begann, Hochschulen zu vernetzen und Qualität sichtbar zu machen, ist heute eine starke wissenschaftliche Stimme für Innovation, Verantwortung und Zukunft im Gesundheitswesen. Die folgenden Meilensteine zeigen, wie aus einer gemeinsamen Idee Schritt für Schritt eine prägende Bewegung geworden ist.

Ein Verband entsteht – und mit ihm eine gemeinsame Vision.
Mit der Gründung des DHPA wurde 2018 eine hochschulübergreifende Plattform geschaffen, die PA-Studiengänge in Deutschland wissenschaftlich zusammenführt und ihre Weiterentwicklung aktiv gestaltet. Die Satzung wurde beschlossen, die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 10. August 2018 – ein wichtiger Moment für die institutionelle Verankerung des Verbands.
Gleichzeitig war von Anfang an klar: Es geht um mehr als reine Organisation. Der DHPA trat in einem Umfeld an, in dem zentrale Themen wie Qualitätssicherung, Prüfungsverfahren, Forschung, ambulante Versorgung, internationale Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit vielerorts noch nicht systematisch besetzt waren. Gerade daraus entstand der Antrieb, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft des Berufsbildes aktiv mitzugestalten.

Aus Vernetzung wird Aufbruch – national wie international.
Schon kurz nach der Gründung gewann der Verband spürbar an Breite: 2019 traten sieben weitere Hochschulen dem DHPA bei. Damit wuchs nicht nur die Zahl der Mitglieder, sondern auch die gemeinsame Stimme der Hochschulen, die PA-Studiengänge in Deutschland tragen oder aufbauen.
2019 war zugleich ein Schlüsseljahr für die internationale Perspektive. Auf Initiative des DHPA wurde am 15. November 2019 in Utrecht das European Network of PA-Educators (ENPAE) ins Leben gerufen. Damit wurde ein starkes Zeichen gesetzt: Die Entwicklung des Physician Assistant-Berufs in Deutschland versteht sich von Anfang an als Teil eines europäischen und globalen Dialogs.

Neue akademische Wege werden konkret.
2020 ging der erste deutsche Masterstudiengang Physician Assistant in die finale Phase der Akkreditierung. Dieser Schritt markierte einen echten Entwicklungssprung: Das Berufsbild sollte nicht nur wachsen, sondern auch wissenschaftlich weiter ausdifferenziert und langfristig auf ein noch stärkeres akademisches Fundament gestellt werden.
Besonders prägend war dabei der Anspruch, den Studiengang bewusst generalistisch, international anschlussfähig und didaktisch innovativ zu gestalten. Das Curriculum orientierte sich eng an niederländischen Vorbildern, wurde für deutsche Bedingungen weiterentwickelt und setzte auf moderne Lehrformate wie Team-based Learning, wissenschaftliche Reflexion und Fallarbeit.

Der erste Master startet – und eröffnet neue Perspektiven.
2021 begann in Deutschland der erste Masterstudiengang für Physician Assistants. Damit wurde sichtbar, dass die akademische Entwicklung des Berufsbildes nicht beim Bachelor stehenbleibt, sondern weitergedacht wird – mit einem klaren Fokus auf wissenschaftliche Tiefe, reflektierte Praxis und neue Rollen in der Versorgung.
Im selben Jahr stärkte der DHPA auch seine eigene Struktur und richtete eine Beitragsordnung ein. Das war mehr als ein formaler Schritt: Es zeigte, dass der Verband nicht nur inhaltlich wächst, sondern sich auch organisatorisch stabil und zukunftsfähig aufstellt.

Der Verband gewinnt weiter an Profil und Verlässlichkeit.
2022 wurde die Gemeinnützigkeit des DHPA e. V. bestätigt. Damit erhielt der Verband eine weitere wichtige Grundlage für seine Arbeit und seine Rolle als wissenschaftlich orientierte Fachgesellschaft.
Ebenfalls 2022 erfolgte die Eintragung in das Lobbyregister des Deutschen Bundestags. Das unterstreicht, dass der DHPA nicht nur akademische Entwicklungen begleitet, sondern auch gesundheitspolitisch sichtbar und ansprechbar geworden ist. Der Verband bringt die Perspektiven der Hochschulen und der akademischen PA-Ausbildung damit zunehmend auch in größere politische Zusammenhänge ein.

Wissenschaft wird sichtbar – und Qualität bekommt ein gemeinsames Gesicht.
Mit dem 1. PA-Kongress der Hochschulen des DHPA in Rheine setzte der Verband 2023 ein starkes Zeichen für Austausch, Sichtbarkeit und wissenschaftlichen Diskurs. Unter dem Motto, Physician Assistants wissenschaftlich sichtbar zu machen, entstand ein neues Forum für alle, die das Berufsbild mitgestalten, weiterdenken und in die Zukunft führen wollen.
Auch inhaltlich wurde 2023 weiter an Qualität und Evidenz gearbeitet. Der DHPA etablierte ein einheitliches schriftliches Examen und unterstützte zugleich neue Forschungsstrukturen, etwa die Entwicklung einer nationalen Registerstudie zu Einsatz und Tätigkeiten von Physician Assistants in Deutschland. So wurde 2023 zu einem Jahr, in dem Vergleichbarkeit, Forschung und Professionalisierung spürbar an Dynamik gewonnen haben.

Transparenz, Professionalität und Wachstum prägen die nächste Phase.
Seit 2024 veröffentlicht der DHPA seine jährlichen Daten zu Immatrikulationen, Studierenden und Absolvierenden auf der eigenen Website. Damit werden Entwicklungen im Studienfeld nicht nur intern ausgewertet, sondern auch öffentlich sichtbar gemacht – ein wichtiger Schritt für Transparenz, Orientierung und strategische Weiterentwicklung.
Parallel dazu wurde auch die Verbandsstruktur weiter professionalisiert. Ergänzend zum bestehenden Büroservice stellte der DHPA 2024 eine Vorstandsassistentin ein. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Zahlen das starke Wachstum des Feldes: Die Zahl der neu aufgenommenen Bachelorstudierenden stieg 2024 deutlich an, ebenso gewinnen Masterstudiengänge zunehmend an Bedeutung.
20 Jahre PA-Studium in Deutschland – ein Jubiläum mit Signalwirkung.
2025 steht ganz im Zeichen eines besonderen Moments: Zwei Jahrzehnte nach dem Start des ersten Studiengangs im Herbst 2005 ist das Berufsbild Physician Assistant in Deutschland sichtbar gewachsen und fest im Gesundheitswesen angekommen. Was einst als innovative Idee begann, ist heute ein anerkannter Teil einer modernen, multiprofessionellen Versorgung.
Gleichzeitig markiert 2025 auch einen wichtigen inhaltlichen Entwicklungsschritt: Die Bundesärztekammer veröffentlichte ein aktualisiertes Positionspapier, das Rolle und Kompetenzen von Physician Assistants in einer sich wandelnden Versorgungslandschaft weiter präzisiert. Damit wird deutlich, dass das Berufsbild nicht nur auf eine starke Vergangenheit zurückblickt, sondern auch mit klarem Profil in die Zukunft geht.

























